WIRTSCHAFTSSTRAFRECHT

 

Die Bedeutung des Wirtschaftsstrafrechts nimmt zu. Dem Verdacht strafrechtlich sanktionierten Verhaltens im geschäftlichen Umfeld wird immer häufiger nachgegangen. Schwierige unternehmerische Ent­schei­dung­en werden von misstrauischen Konkurrenten beobachtet, im gesamten Bundesgebiet sind Schwer­punkt­staats­anwalt­schaften entstanden, die auf das Deliktsfeld spezialisiert sind. Unternehmen, ihre Organe, Manager und Mitarbeiter kommen im stärker mit der Thematik in Berührung und müssen sich bei vielen unternehmerischen Entscheidungen mit den möglichen strafrechtlichen Konsequenzen auseinandersetzen.


Im deutschen Strafrecht gilt der Grundsatz Societas delinquere non potest („die Gesellschaft kann sich nicht vergehen“). Damit stehen grundsätzlich Individualpersonen im Zentrum von Straf­ver­fol­gungs­maßnah­men. Kern der anwaltlichen Tätigkeit im Wirtschaftsstrafrecht ist daher die Individualverteidigung. Auch wenn es in Deutschland kein echtes Unternehmensstrafrecht gibt, stehen Unternehmen oftmals dennoch im Fokus strafrechtlicher Ermittlungen. Auch den betroffenen Unternehmen selbst drohen hierdurch emp­find­liche Sanktionen, wie etwa Unternehmensgeldbußen, Vermögensabschöpfung oder Eintragungen in Kor­rup­ti­ons­re­gis­ter. Das Bekanntwerden von strafrechtlichen Ermittlungen kann auch das Image und die Re­pu­ta­tion eines Unternehmens schädigen. Gerade im Bereich des Wirtschaftsstrafrechtes gilt es daher in besonderem Maße, medienwirksame staatliche Ermittlungsmaßnahmen im Umfeld von Unternehmen zu vermeiden.


Vor diesem Hintergrund gewinnt die Präventivberatung zur Vermeidung strafrechtlicher Risiken (Compliance) immer mehr an Gewicht. Die Erstellung von strafrechtlichen Gutachten zur Risikoprognose in definierten Bereichen gehört dabei heute ebenso zur Tätigkeit strafrechtlicher Unternehmensanwälte, wie die Erarbeitung von Unternehmensrichtlinien und Verhaltensregeln. Treten in Unternehmen Hinweise auf begangene Straftaten auf, können anwaltlich begleitete interne Ermittlungen und die Prüfung und Erstattung von eigenen Strafanzeigen ein geeignetes Mittel darstellen, um öffentlichkeitswirksame Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden zu verhindern.


Dr. Welf Kienle hat sich seit seiner universitären Ausbildung besonders dem Strafrecht und im Schwerpunkt dem Wirtschaftsstrafrecht gewidmet. Das Tätigkeitspektrum reicht von der vorbeugenden Beratung, über die Durchsuchungsbegleitung bis hin zur Individualverteidigung in der Hauptverhandlung. Fachliche Qualität, Effizienz, Engagement und äußerste Diskretion sind die wichtigsten Maximen seiner beruflichen Tätigkeit. Die Vernetzung mit Kollegen unterschiedlicher Spezialisierung, sowie Steuerberatern und Finanzexperten ermöglicht bei Bedarf die Erarbeitung maßgeschneiderter Beratungskonzepte und die Bearbeitung umfangreicher Mandate.

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