VG Düsseldorf: Heilpraktiker darf vorläufig weiter praktizieren

19. Oktober 2017

 

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts (VG) Düsseldorf hat laut einer Pressemitteilung mit Beschluss vom 12. Oktober 2017 (Az. 7 L 2292/17) entschieden, dass ein Heilpraktiker, der sich gegen ein sofortiges Berufsverbot wehrt, bis zur Entscheidung über seine Klage vorläufig weiter praktizieren darf.

 

Gegen den Heilpraktiker wird durch die Staatsanwaltschaft Krefeld ermittelt und vorgeworfen, Krebspatienten u.a. mit dem Mittel 3-Bromopyrovat behandelt und dabei gegen Sorgfaltspflichten verstoßen zu haben. Dadurch habe er möglicherweise Gesundheitsschäden und den Tod von Patienten verursacht. Nach Auffassung des VG Düsseldorf besteht für ein sofortiges Berufsverbot indes keine Rechtsgrundlage. Ohne Entzug der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde durch die zuständige Behörde kann dem Heilpraktiker die Tätigkeit auch nicht vorläufig untersagt werden. Außerdem hätten die Ermittlungen der Behörden noch nicht genügt, um die Vorwürfe gegen den Heilpraktiker zu erhärten.

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