Gesundheitsexperten befürworten ausdrückliches Verbot von Kodierberatung

14. Februar 2017

 

Laut einer Pressemeldung des Bundestages vom 13. Februar 2017 (hib 81/2017) befürworteten Gesundheitsexperten in einer Anhörung im Gesundheitsausschuss die geplante gesetzliche Klarstellung, wonach sich Krankenkassen oder Ärzte über eine unzulässige Beeinflussung von Diagnosen keine fi­nanz­iellen Vorteile verschaffen dürfen. Solche Verträge sollen über eine Ergänz­ung im der­zeit beratenen Gesetzentwurf (BT-Drucks. 18/10186) zur Reform der Heil- und Hilfs­mittel­versorgung (HHVG) ausdrücklich untersagt werden.

 

Anlass für die gesetzliche Initiative sind Strategien der Krankenkassen, auf die Dia­gnose­kodierung der Ärzte Einfluss zu nehmen, um über bestimmte Diagnosen die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds zu erhöhen.

 

Bereits im November 2016 hatte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine parlament­arische Anfrage der Linken ausgeführt, dass eine nachträgliche Korrektur von Diagnosen unter Beruf­ung auf Abrechnungs- und Wirtschaftlichkeitsprüfungen unzulässig sei. Es sei auch unzulässig so korrigierte Diagnosedaten im Risikostrukturausgleich (RSA) zu melden. Die Bundesregierung hatte weiter ausgeführt, dass es berufsrechtlich relevantes Fehlverhalten darstellen könne, wenn Ärzte sich am sog. Upcoding beteiligen.

 

 

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